Aussenleuchten im Garten und worauf es dabei ankommt

Es werde Licht!

Damit Sie Ihre Gartenbeleuchtung geschickt und zielgerichtet einsetzen können und auch über die Jahre hinweg noch Freude daran haben, gibt es ein paar grundlegende Aspekte, die Sie beachten sollten.

Um Ihren Garten voll und ganz in Szene zu setzen und ihn auch nach Sonnenuntergang noch nutzen zu können, benötigen Sie eine Aussenbeleuchtung, die Licht spendet – und das an den richtigen Stellen. Der besondere Mehrwert dabei ist, dass Gartenleuchten nicht nur praktisch, sondern auch in der Lage sind, sanfte Übergänge zwischen einzelnen Gartenelementen zu schaffen und für eine stimmungsvolle und romantische Atmosphäre zu sorgen.

Statt strukturloser Beleuchtungsfläche lieber Akzente setzen

Aussenleuchten gibt es in den unterschiedlichsten Formen und Farben. Und natürlich entscheidet in erster Linie Ihr eigener Geschmack darüber, ob Sie Kugel-, Fackel- oder Sockelleuchten, Bodenlampen oder vier- und sechseckige Strahler einsetzen möchten. Dennoch hilft es, sich im Vorfeld ganzheitliche Gedanken darüber zu machen, welches Beleuchtungskonzept in Ihrem Garten vorherrschen soll. Denn:

Nicht jede Art von Beleuchtung eignet sich für jeden Zweck. 

  • Möchten Sie z.B. Ihre Sitzecke im Garten oder auf der Terrasse für die Grillparty, den Spieleabend oder das gemütliche Beisammensein mit Freunden mit ausreichend Licht versorgen, sollten Tisch- oder Stehleuchten Ihre erste Wahl sein. Wenn von den Gegebenheiten die Möglichkeit besteht, können Sie hier auch gut Hängeleuchten einsetzen.
  • Haben Sie in Ihrem Garten neben einer Rasenfläche noch Sträucher, hohe Gräser, Bäume oder Gehölz, können Sie daraus am besten ein Highlight machen, indem Sie das entsprechende Gewächs mit einem bodennahen Gartenstrahler beleuchten, der sein Licht nach oben richtet. Werden Sträucher, Bäume etc. nämlich von unten angestrahlt, vermitteln sie ein beinahe mediterranes Ambiente und wirken besonders schön. Ein weiterer Tipp hierbei: Verwenden Sie doch einfach Strahler, die nicht fest im Boden installiert sind, sondern sich bedarfsgerecht umsetzen lassen. So können Sie je nach Jahreszeit die jeweils blühenden Gewächse in Szene setzen.  
  • Um Ihre Garten-, Einfahrts- oder Auffahrtswege oder auch Gartentreppen zu erhellen, installieren Sie die Rand- und Begrenzungsleuchten in einem nicht zu großen Abstand. So vermeiden Sie starke Lichtkontraste, die zu Irritationen und im schlimmsten Falle zu Stolperunfällen führen können. Hierbei eigenen sich Bodeneinbau-, Stehleuchten oder auch Sockel- und Pollerleuchten. Auch der zusätzliche Einsatz von Bewegungsmeldern kann für mehr Sicherheit sorgen.
Wandleuchte von Kull Design

Fackelleuchte von Kull Design

Übrigens gilt bei der Gartenbeleuchtung oftmals: Weniger ist mehr! Bestrahlen Sie nicht Ihre komplette Rasenfläche und zusätzlich noch Ihre Beete und Sträucher, sondern entscheiden Sie sich: Entweder die Beleuchtung einer Fläche ODER aber das Setzen von Akzenten. Sonst fehlt jegliche Struktur und Stimmung und Atmosphäre gehen ohnehin verloren.

Nicht nur auf Optik setzen – die Qualität ist entscheidend

Ihre Gartenleuchten sollten nicht nur schön anzusehen, sondern auch langlebig und sicher sein. Achten Sie also auf eine geprüfte Qualität. Wie bei anderen Elektrogeräten auch, können Sie hierbei auf das VDE- und/oder das GS-Zeichen setzen. Denn Sie müssen bedenken, dass Ihre Leuchten bei Wind und Wetter den verschiedenen Witterungseinflüssen ausgesetzt sind. Um zu garantieren, dass sie diesen auch standhalten, sollten „Sicherheit und Qualität“ zertifiziert sein.

Voll im Trend – LED-Solarleuchten

Energie sparen und umweltbewusst handeln, das ist nicht nur im Haushalt möglich, sondern funktioniert natürlich auch im Garten. Eine Variante der Aussenleuchte, die vollkommen ohne Kabel und Strom auskommt, ist die Solarleuchte. Moderne Solartechnik ist mittlerweile in der Lage, die tagsüber gespeicherte Sonnenenergie über einen Zeitraum von 8 bis teilweise sogar 13 Stunden abzugeben und den Garten zu erhellen. Die Vorteile von solarbetriebenen Gartenleuchten liegen auf der Hand: Sie sind nicht abhängig von einer Stromquelle und können somit auch an schwer zugänglichen Stellen im Garten installiert werden. Weiterhin verursachen sie in der Lichterzeugung keine (Strom-)Kosten und sind einfach zu installieren, ohne Kabelverlegung etc.

Außenleuchte

Kugelleuchte von Kull Design

Auf der anderen Seite sind Solarleuchten extrem wasserempfindlich, geben nicht unbegrenzt hell-strahlendes Licht ab und brauchen tagsüber eine ausreichend helle Sonnenquelle, um sich aufzuladen.

Interessant ist hierbei eine speziell entwickelte Sensortechnik, die sich in die Solarleuchte einbauen lässt. Kombiniert mit einem LED-Strahler wechselt die Leuchte dann bei Annährung vom normalen Betriebsmodus in den hellleuchtenden LED-Modus, der eine wesentlich höhere Wirkung erzielt, allerdings auf einen kurzen Zeitraum von etwa 60 Sekunden begrenzt. Diese Variante eignet sich aber sehr gut für die Beleuchtung eines Gartenweges oder des Eingangsbereiches.

In jedem Falle ist es wichtig, bei LED-Solarleuchten nicht das billigste Produkt zu nehmen. Am besten testen Sie vorher verschiedene Lampen. Nicht jede LED-Leuchte verfügt nämlich über ein angenehm „warmweißes“ Licht.

Im Fazit: Achtet man beim Kauf von LED-Solarleuchten auf eine gute Qualität und ist bereit, im Fachhandel einen höheren Preis zu zahlen, ist die moderne Technik auf jeden Fall in der Lage, ausreichend Licht zu spenden – auch im Solarbetrieb. Darüber hinaus überzeugen die Energieeffizienz, die Langlebigkeit und die Vielseitigkeit von LED-Solarlampen immer mehr Gartenbesitzer und bewegen sie zum Kauf der umweltbewussten Beleuchtungsvariante.

Achten Sie auf Ihre Sicherheit

Wenn Sie nicht gerade Solartechnik nutzen, werden Ihre Außenleuchten mit Strom betrieben. Das bedeutet auch, dass Sie entsprechende Elektrokabel im Garten verlegen und die genauen Platzierungen der Steckdosen planen müssen. Dabei sollten Sie unbedingt darauf achten, die Kabel in einer Tiefe von mindestens 60 cm in einem Sandbett zu verlegen. Um Schäden vorzubeugen, können Ziegelsteine oder Bretter als Schutzabdeckung über die Kabel verlegt werden. Auch sollten Sie im Hinterkopf behalten, dass sich das Füllmaterial der Gräben noch absenken kann und dementsprechend nachgefüllt werden muss. Es empfiehlt sich also in jedem Fall, die Verlegung der elektrischen Anschlüsse im Garten in fachmännische Hände zu geben oder zumindest unter entsprechender Anleitung auszuführen.

Aber das Thema „Sicherheit“ spielt nicht nur bei der Verlegung der Kabel eine entscheidende Rolle. Auch die Lampen selbst sind mitunter ein Sicherheitsrisiko. Deshalb müssen Sie bei Ihren Leuchten auf den IP-Code der sog. „Schutzart“ achten. Dieser gibt die Eignung der Lampe für die verschiedenen Umgebungsbedingungen an. Garten- bzw. Aussenleuchten sollten einer Schutzart von IP44 entsprechen. Diesem Wert nach ist die Leuchte gegenüber Fremdkörpern, die größer sind als 1 mm, sowie gegen Spritzwasser geschützt. Handelt es sich bei Ihren Gartenleuchten um fest installierte Elemente, welche sich ggf. noch in der Nähe von Wasserquellen wie dem Gartenteich, der Gartendusche oder einem Gartenbrunnen befinden, so ist die Schutzart IP66 empfehlenswert, da diese einen erhöhten Staub- und Wasserschutz garantiert.

Ein Fehlerstromschutzschalter sollte bei der gesamten Beleuchtungsinstallation ebenfalls nicht fehlen. Denn dieser Sicherheitsschalter misst den Strom, der im Garten fließt und registriert selbst die kleinsten Veränderungen. Sollte die Möglichkeit einer Gefährdung bestehen, wird der Stromfluss sofort unterbrochen, ein Mechanismus, der vor Unfällen und größeren Schäden schützen kann.

 Im Vorhinein planen bedeutet im Nachhinein mehr Freude

Also, die Planung der Gartenbeleuchtung ist gar kein Buch mit sieben Siegeln. Wichtig ist eben:

  • Planen Sie Ihr Beleuchtungskonzept in Ruhe und überlegen Sie rechtzeitig, an welcher Stelle und in welcher Länge die Kabelschächte installiert werden müssen. Befinden sich im Erdreich bspw. schon andere Leitungen oder etwaige Hindernisse, so können diese Ihrer angedachten Beleuchtung einen Strich durch die Rechnung machen.
  • Achten Sie auf Qualität, Sicherheit und ganzheitliche Optik. Nur mit einem stimmigen Gesamtkonzept und langlebigen Leuchten werden Sie Ihre Freude haben.
  • Vertrauen Sie auf Fachbetriebe und Experten, besonders wenn es um Kabelverlegungen und hochwertige Materialien geht.
  • Gehen Sie Ihren Garten vorher ab und leuchten Sie bspw. mit einer Taschenlampe an den Stellen probeweise, an denen Sie sich Ihre Außenleuchten vorstellen könnten.
  • Und zu guter Letzt: Setzen Sie lieber auf Akzente und nicht auf ein Meer aus Lichtern, Lampen und Laternen.
Jürgen Kull

Jürgen Kull

Wir von Kull Design aus Bruchsal sind Entwickler, Hersteller und Lieferant exklusiver, modularer Outdoor-Wassersysteme. So findet zum Beispiel ein Wasserhahn von Kull Design in unzähligen Produkten Anwendung: Er ziert den heimischen Garten oder perfektioniert öffentliche Wasserstellen – und ist seit langem ein Begriff für Architekten sowie Garten- und Landschaftsbauer. Wir erfinden und entwickeln besondere Lösungen für besondere Ansprüche. Ich freue mich, dass Sie zu unserer Webseite gefunden haben und bin gerne für Sie da! Ihr Jürgen Kull


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5 thoughts on “Aussenleuchten im Garten und worauf es dabei ankommt

  1. LED-Lampen sind meiner Meinung nach ganz stark im Kommen; auch die Solarbetriebenen Lampen, die bei uns im Garten auf nahezu jedem zweiten Meter stehen, haben einen sehr umweltbewussten und modernen Touch. Ich finde es toll, dass so Ressourcen einsparbar sind!

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